Gute Beispiele aus Slowenien

Einfamilienhaus in Ig - spez. Heizwärmebedarf = 14 kWh/m2/Jahr

Am Anfang war das "Plusenergiehaus", ein Gebäude mit hohem Wohnkomfort, geringerer Umweltbelastung und geringeren Energiekosten, nur eine Vision von Profi-Turner Mitja Petkovšek. Durch harte Arbeit wurde dieser Traum Realität.

Der Hausbesitzer sagt selbst über sein Haus: “Gemessen an der Freude, die mir mein Plusenergiehaus mit seinem geringe Energiebedarf seit dem Einzug macht, war es die richtige Entscheidung, ein Haus dieser Art zu bauen. Bevor ich mit meiner Frau Mojca eingezogen bin, hatte ich eine falsche Vorstellung von einem Leben in einem Passivhaus. Es ist ganz normal, nur bringt es mehr Wohnkomfort und ist zusätzlich kostengünstiger. Die kontrollierte Wohnraumlüftung ist eine wunderbare Sache, da wir nicht mehr daran denken müssen, wann wir die Fenster zum Lüften öffnen. Unsere Gäste sind immer beeindruckt von der Luftqualität in unserem Haus. Die Heizkosten sind gering (50 bis 60 Euro jährlich), da die solaren Gewinne voll ausgenutzt werden. Ich bin sehr froh, dass ich mit Menschen zusammengearbeitet habe, denen ich vertraue und die ihr Versprechen bezüglich des Komforts eines Passivhauses, gehalten haben.“ 


Einfamilienhaus in Medvode - spez. Heizwärmebedarf = 14 kWh/m²/Jahr

Photos: Lara Romih

Das "Plusenergiehaus" Lumar ist ein gutes Beispiel für einen maximalen Einsatz von erneuerbaren Energieträgern und damit verbunden für einen minimalen CO₂ Ausstoß und geringer Umweltbelastung. Wesentlich ist die Nutzung der solaren Gewinne. Große Glasoberflächen ermöglichen im Winter passive Wärmeerträge, während sie im Sommer mithilfe eines elektronischen Kontrollsystems verschattet werden. Das System ist Teil einer intelligenten Systemsteuerung, die von einem slowenischen Hersteller patentiert wurde. In Zeiten mit hohem Strombedarf werden große Verbraucher ausgeschaltet. Zusätzlich wird Strom mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach produziert, die mehr Strom liefert, als der Haushalt verbrauchen kann. Der Energieverbrauch für Raum- und Warmwasserbereitung wird durch eine Wärmepumpe und Sonnenkollektoren abgedeckt.


Mehrfamilienhaus in Ljubljana - spez. Heizwärmebedarf = 15 kWh/m2/Jahr

Der Wohnraumfonds der Stadt Ljubljana bietet derartige Wohngelegenheiten mit geringer Wohnraumfläche bedürftigen Personen als vorübergehende Lösung an.  Das Mehrfamilienhaus wurde im Passivhaus-Standard gebaut und erfüllt darüber hinaus die Hauptkriterien des jährlichen Heizwärmebedarfs pro Stockwerk laut der PHPP Methode. Ein Blower-Door-Test ergab einen stündlichen Luftaustausch von 0,30h-1 bei 50 Pascal Druckunterschied (n50).
Das Mehrfamilienhaus verfügt über eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Erdreich-Wärmetauscher und hohem Wärmerückgewinnungsgrad. Auf dem Dach wurde eine 14 kW Photovoltaik-Anlage installiert.


Kindergarten in Preddvor - spez. Heizwärmebedarf =  25 kWh/m2/year

Der Kindergarten in Preddvor (Neubau 2012) liegt im westlichen Slowenien. Er ist 1.347 m² groß und sein Primärenergiebedarf liegt unter 61 kWh/m²a, womit er Passivhaus-Standard erreicht.

Der Kindergarten wurde in Holzriegelbauweise (Fertigteilhaus) errichtet. Die Gebäudehülle ist sehr gut gedämmt. Außenfenster und –türen haben einen durchschnittlichen U-Wert von unter 0,90W/m2K. Die durchschnittliche Wärmeleitfähigkeit der Gebäudehülle (Wärmebrücken inkludiert) beträgt 0,11W/m2K. Auch ein Luftdichtheitstest zeigt den großen Erfolg (n50 < 0,2h-1), das Resultat ist dreimal niedriger als der laut Eko sklad (Fond für staatliche Förderung) vorgegebene Wert.

Die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (durchschnittliche Wärmerückgewinnung mehr als 80%) sorgt für hygienische Luftverhältnisse und führt zu besseren Arbeitsbedingungen. Die Konzentration der Kinder wird gesteigert und die Arbeit der Mitarbeiter/innen erleichtert. Die optimierte Gebäudehülle erhöht gleichzeitig den thermischen Komfort.

Der Kindergarten wird durch einen modernen Biomassekessel, der sich im angrenzenden Gebäude befindet, geheizt. Die PV-Module wurden am Dach montiert (96,7 kWp).


Kindergarten in Moravče - spez. Heizwärmebedarf = 15 kWh/m2/Jahr

Dem Bau liegt ein ganzheitlicher Planungsansatz zugrunde. Zu Beginn wurde eine Massivbauweise des Kindergartens angedacht, jedoch ergab eine Wirtschaftlichkeitsanalyse, dass eine Holzriegelleichtbauweise in diesem Fall kosteneffektiver wäre. Das Erdgeschoss und der erste Stock wird als Kindergarten genutzt. Im Keller des Kindergartens entstand eine Biomasse KWK-Anlage, die aus EU Mitteln gefördert wurde. Diese beliefert sechs öffentliche Gebäude (Höhere Schule, Kindergarten, Krankenhaus, Bücherei, ein Kultur-Gebäude) sowie elf private Wohngebäude.

Die Fenster des Kindergartens wurden südseitig ausgerichtet und sind gut gedämmt. Die Bauweise ist kompakt und das Gebäude verfügt über eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.